Miljenko Jergovic

stellt seinen Roman »Die unerhörte Geschichte meiner Familie« vor  

Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38
22087 Hamburg

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Veranstalter: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg, Deutschland

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Miljenko Jergovic
stellt seinen Roman »Die unerhörte Geschichte meiner Familie« vor

»Die unerhörte Geschichte meiner Familie« (Schöffling; Übersetzung: Brigitte Döbert) erzählt die Familiengeschichte der Mutter des Autors und reicht bis zu ihrem Großvater Karlo Stubler zurück, der als »schwabendeutscher« Eisenbahner nach Bosnien kam. In dieser sehr persönlichen Erzählung spiegelt sich die Geschichte eines ganzen, zwischen Ost und West, Orient und Okzident gelegenen Raums wider. Sie beginnt mit der österreichischen Okkupation 1878 und endet mit den Folgen des bosnischen Kriegs im heutigen Sarajevo.

In der kontinuierlichen Adaption der Familie an die slawische Umgebung entfaltet sich das Thema der Identität. Auf seine eigene Person hin befragt, erzählt Miljenko Jergovic, 1966 in Sarajevo geboren, in einem Interview 2014: »Ich könnte stundenlang über die Verschiedenheit meiner Identität sprechen. Wenn ich nach Sarajevo komme, empfinde ich mich als Kroate. Ich verbringe die meiste Zeit in Zagreb. Hier aber fühle ich mich als Bosnier. Wenn ich nach Belgrad reise, nehme ich mich als etwas Drittes wahr. Und wenn ich in andern Ländern bin, etwa in Deutschland, empfinde ich mich als Jugoslawe – nicht aus nostalgischen oder sentimentalen Gründen, sondern als Mensch aus einer vergangenen Welt.« Die 1001 Seiten starke Familiensaga liest sich wie eine Erforschung dieser politisch noch immer unbequemen Position. Nicht ohne Grund wird Jergovic als Anwärter auf den Nobelpreis gehandelt.

Moderation und Übersetzung: Robert Hodel und Sead Porobic
Deutsche Lesung: Ana Pecic

In Kooperation mit dem Institut für Slavistik der Universität Hamburg
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Miljenko Jergovic
stellt seinen Roman »Die unerhörte Geschichte meiner Familie« vor

»Die unerhörte Geschichte meiner Familie« (Schöffling; Übersetzung: Brigitte Döbert) erzählt die Familiengeschichte der Mutter des Autors und reicht bis zu ihrem Großvater Karlo Stubler zurück, der als »schwabendeutscher« Eisenbahner nach Bosnien kam. In dieser sehr persönlichen Erzählung spiegelt sich die Geschichte eines ganzen, zwischen Ost und West, Orient und Okzident gelegenen Raums wider. Sie beginnt mit der österreichischen Okkupation 1878 und endet mit den Folgen des bosnischen Kriegs im heutigen Sarajevo.

In der kontinuierlichen Adaption der Familie an die slawische Umgebung entfaltet sich das Thema der Identität. Auf seine eigene Person hin befragt, erzählt Miljenko Jergovic, 1966 in Sarajevo geboren, in einem Interview 2014: »Ich könnte stundenlang über die Verschiedenheit meiner Identität sprechen. Wenn ich nach Sarajevo komme, empfinde ich mich als Kroate. Ich verbringe die meiste Zeit in Zagreb. Hier aber fühle ich mich als Bosnier. Wenn ich nach Belgrad reise, nehme ich mich als etwas Drittes wahr. Und wenn ich in andern Ländern bin, etwa in Deutschland, empfinde ich mich als Jugoslawe – nicht aus nostalgischen oder sentimentalen Gründen, sondern als Mensch aus einer vergangenen Welt.« Die 1001 Seiten starke Familiensaga liest sich wie eine Erforschung dieser politisch noch immer unbequemen Position. Nicht ohne Grund wird Jergovic als Anwärter auf den Nobelpreis gehandelt.

Moderation und Übersetzung: Robert Hodel und Sead Porobic
Deutsche Lesung: Ana Pecic

In Kooperation mit dem Institut für Slavistik der Universität Hamburg

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